Alle Beiträge von Sonja

Das Tor zur Freiheit

Natürlich weiß ich auch, was Termindruck oder Abgabefristen sind und wie es sich anfühlt, viel zu viel um die Ohren zu haben.

Man/frau steckt mittendrinnen in seinem stressigen Leben, hetzt von Punkt zu Punkt und findet den Ausgang nicht. Ja – aber die Krux bei der Geschichte ist, dass meistens man/frau den Ausgang überhaupt nicht sehen will, weil man/frau eigentlich Angst hat, rauszugehen und dann nicht mehr hereinzukommen.

Das wirklich interessante dabei ist aber das sichere Wissen darum, dass man eben doch wieder reingehen könnte, steht man erst mal draußen, aber dass man das dann sehr wahrscheinlich überhaupt nicht mehr will. Erst einmal die frische Außenluft geschnuppert, geht keiner mehr freiwillig in die Muffbude zurück.

Also wissen wir ganz genau, dass wir wieder rein könnten, aber dann nicht mehr zurück wollen, deshalb gehen wir nicht raus (sehr kompliziert!).

Tja, aber all das zurückzulassen, das da drinnen ist, für das man sich jahrelang kaputtgeschuftet hat, will Mensch auch nicht und deshalb rast er weiter in seinem Gefängnis von Punkt zu Punkt und redet sich fest ein, dass es gar keinen Ausgang gibt.

So stricken wir unser Leben: Mit ganz festen Maschen, damit auch alles gut hält, das Werk groß und größer und schön und schöner und dicht und dichter wird. Das Maschenwerk soll gleichmäßig und am besten perfekt sein, damit man nichts mehr auftrennen muss, dass auch kein Loch entsteht.

Auftrennen bedeutet Rückschritt.

Aber: Was könnte man mit so viel Potenzial eines aufgetrennten Lebens doch so viel Neues, noch viel Schöneres und auch Aufregenderes Neues stricken – immer und immer wieder; mit herrlichen Lochmustern, sodass die frische Außenluft in jede Masche dringen kann.

Mach die Augen auf und suche den Ausgang.

Weihnachtliche Natur

Keine Ahnung, wie dieser Baum heißt, aber er ist unglaublich schön! Tatsächlich hat er FÜNFMAL in diesem Jahr geblüht!

Die schönste Pflanze weit und breit
ein Puschelbaum – oder Kuschelbaum

Tja – Valencia ist natürlich unschlagbar – später mehr über diese wunderschöne Stadt, heute muss das Bild vom Bahnhofsplatz genügen

Seelenbaumlerin in Valencia
Der Bahnhofsplatz in Valencia

Und natürlich darf der Weihnachtsstern im Advent nicht fehlen! Dieses etwas magere aber dennoch prächtige Exemplar genießt die Dezember-Sonne und den Palmenschatten.

Weihnachtsstern unter Palmen
Weihnachtsstern unter Palmen

 

30 Grad und Gänsehaut

Es war heiß. Den ganzen Tag schon und, am Abend, nach einer unserer härtesten Wanderungen in dem Gebiet bei Vilafames (herrlich, dazu werde ich noch was schreiben)   hatten wir uns auf alle Fälle eine Pizza verdient – dachten mein Mann und ich.

Kaum war der Gedanke raus, freuten wir uns – während der ganzen 100 Kilometer Heimfahrt auf die Pizza in dem Restaurant an der Bundesstraße, das wir schon sehr lange mal besuchen wollten.

Wir glühten im Auto – trotz Klimaanlage – noch gut vor uns hin, die hochsommerlichen Temperaturen Anfang August in Spanien und die Ganztages-Wanderung hatten alles von uns abverlangt.

Endlich, um 18.30 Uhr schossen wir auf den Parkplatz des Restaurants und keine 2 Minuten später ließen wir uns schon auf superunbequeme Stühle fallen, die mir nach 5 Minuten schon meine Oberschenkel taub werden ließen. Also saß ich fortan nur auf der Kante.

Klar war, dass wir Pizza und Weißwein bestellen wollten. Aber als die Bedienung irgendwann – gegen Mitternacht oder so – endlich die Karte brachte, war weder das eine noch das andere der sehr spanischen Karte zu entnehmen – obwohl das ganze Restaurant mit Pizza-Bildern zugepflastert war.

Sehr lange dauerte es, bis die Bedienung wieder zu uns kam um die Bestellung aufzunehmen und wir ihr verständlich machen konnten, dass wir Pizza wollten, die eben nicht auf der Karte stand.

Sehr lange dauerte es dann ebenfalls, bis sie endlich mit der gewünschten Pizza-Karte wieder bei uns vorbeischlappte.

Na also – ging doch. Leider brauchten wir für die Pizza-Entscheidung 20 Sekunden Zeit, was die Bedienung veranlasste, wieder zu verschwinden. Bevor sie aber um die Ecke war, konnten wir ihr immerhin noch unseren Weißwein-Wunsch hinterherrufen.

Gefühlte Stunden später stand endlich der Wein vor uns – nicht nur ein Glas für jeden, wie bestellt, sondern gleich die ganze Flasche, Yipiehh, dachte ich und wollte mich schon darüber hermachen. Die Flasche war verschlossen. Mein Mann zog wie verrückt am Flaschenhals, als würde sie davon aufgehen. Klappte aber nicht. Super.

Also hieß es: wieder warten, bis sich die chica nochmal irgendwo zeigen würde. Kurz vorm Verdursten kam sie dann doch nochmal vorbei und nahm unsere Pizzabestellung auf. Auf unseren Wunsch hin, die Flasche doch zu öffnen, war ihr das überhaupt nicht peinlich, dass sie diese verschlossen vor uns hingestellt hatte. Sie wickelte kurzerhand mein vor mir liegendes Besteck aus, griff sich mein Messer und schnippelte an der Flasche herum, die tatsächlich auch aufging, weil sie einen Plastikverschluss hatte. Das Messer gab sie mir zurück – könnte durchaus sein, dass sie auch noch ein wenig von oben herab gelächelt hat ….

Und dann endlich konnten wir uns über den Weißwein hermachen. Beim ersten großen Schluck gingen mir die Augen förmlich auf, denn eine stachelige Gänsehaut überzog meinen immer noch erhitzten Körper und hielt um die 2 Minuten an, so grausam war das Erlebnis.

Bis dann die Pizza kam, waren unsere Geschmacksnerven trotz geringer Mengen Weins bereits ziemlich abgestorben, sodass wir dachten, nichts könnte uns noch erschüttern.

Fehlanzeige.

Hungrig und durstig machten wir uns also gleich nach dem ersten Bissen auf dem Nachhauseweg. Aber immerhin hatte die Gänsehaut für Abkühlung gesorgt.

Von wegen mañana oder Servicewüste Spanien!

Nicht hier in der Region Valencia. Kaum hat man hier einen Handwerker gerufen, steht der auch schon auf der Matte. Service, Ordentlichkeit und Sauberkeit wird hier groß geschrieben.
Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber der Monteur für unsere Waschmaschine kam tatsächlich – nachdem wir unserem Vermieter Bescheid gegeben hatten – noch am gleichen Tag, um sich den Schaden anzusehen. Allerdings packte er nach gefühlten nur 2 Minuten seine Sachen wieder zusammen und sagte etwas sparsam, dass er später wiederkäme, weil er ein Teil besorgen müsse.

Na, da war uns, als alte Spanienkenner, schon klar, dass der vor dem Frühjahr nicht mehr auftauchen würde;- bis das Ersatzteil besorgt war und ein neuer Termin gefunden war, dann immer die Siesta einhalten….
Wir stellten uns für die nächsten Wochen auf Handwäsche ein und sicherlich kann man sich vorstellen, wie erstaunt wir waren, als der Mechaniker tatsächlich eine Stunde später – mitsamt dem Ersatzteil wieder vor unserer Türe stand.

Der wortkarge  Handwerker hatte die Maschine auch binnen kürzester Zeit repariert – ohne Murren oder Stöhnen oder Zeit zu schinden – und die Maschine läuft und läuft. Echt super.

Diese Art, die Dinge anzupacken ist uns hier noch öfter begegnet, was in krassem Gegensatz zu unseren Erfahrungen mit Handwerkern vor einigen Jahren auf Mallorca steht.

Wochenlang hatten wir damals auf einen Monteur gewartet, der endlich unseren Wasserhahn im Bad reparieren sollte (denn es kam NUR kaltes Wasser – und das im Winter!!). Noch länger hatte es gedauert es, bis ein Maurer kam, der die Zisterne endlich dicht gemacht hat, in der unser Trinkwasser ständig versickert war.

Also diesbezüglich kann man an der Costa del Azahar doch etwas entspannter auszeiteln, denn hier werden Sie geholfen. Ist gar nicht wüstig!

Spanierinnen auf Stelzen – Hochkonjunktur für Orthopäden?

Im Supermarkt, auf der Post, beim Obst- und Gemüsehändler, an Kindergarten und Schule:

Spanierinnen sind IMMER – siempre– nicht nur ordentlich angezogen, sondern richtig hübsch zurechtgemacht und wirklich GUT gekleidet. Selbst die Mutti, die nur für 5 Minuten ihr Kind von der Schule abholt, duftet wie der Frühling, hat ein glitzerndes Kleid an und trägt Schuhe bis zur Sonne. Ehrlich gesagt konnte ich es kaum glauben, als ich die Auslagen der Schuhgeschäfte sah, dass die Frauen tatsächlich abends sooo hohe Absätze tragen und sich damit noch fortbewegen können. Aber ein Blick auf die belebten Straßen von Barcelona, Valencia und auch der vielen kleinen Städtchen belehrte mich eines Besseren:

Spanische Frauen quälen sich nicht nur abends sondern offenbar den ganzen Tag auf Stelzen ab. Gut – eilig haben es die meisten nicht, sicherlich planen sie genügend Zeit auf dem Weg zur Arbeit ein, aber dennoch ist das eine Wahnsinnsleistung für die oft sehr dünnen, kleinen und nicht immer jungen Frauen!

Ich muss gestehen, es ist ganz lustig, auf dem Passeo in der Sonne zu sitzen und den vorübergehenden (manchmal doch auch eilenden) Damen, zuzusehen: Manche tappen aufgrund der Höhe der Absätze wie Balu der Bär vor sich hin, andere versuchen durch massiven Einsatz der Hüfte ihren Schritten Halt zu geben und paddeln mit dem ganzen Körper durch die Straßen. Aber immer – wirklich immer – bewahren sie Würde. Selbst humpelnde Damen, bei denen sich bereits Blut an den Fesseln sammelt, weil die neuen Schuhe doch nicht so gut passen, gehen nicht lieber barfuß – NEIN wo kämen wir denn da hin! Sie beißen die Zähne zusammen, tragen ein eingefrorenes Lächeln im Gesicht, halten zierlich ihre Handtasche (die übrigens auch NIE von schlechten Eltern ist) in der Armbeuge und verbergen ihren Schmerz hinter spiegelnden riesigen Sonnenbrillen.

Ja – es ist herrlich, NUR Tourist zu sein, da haben auch die Füße Auszeit!

Carneval in Vinaròs – schräg, schrill, laut – absolut sehenswert

In der Broschüre der Touristinformation ist dieses zweiwöchige Ereignis – heuer im März – als „von touristischer Bedeutung“ bezeichnet. Logisch haben wir uns bemüht das Programm, das auf valencianisch geschrieben war, irgendwie zu übersetzen und voller Neugierde wollten wir unbedingt den Carnevals-Umzug sehen – der wohlgemerkt abends um 22:00 Uhr stattfand. Gott sei Dank haben wir uns unmaskiert auf den Weg gemacht, sonst wären wir tatsächlich die einzigen Narren gewesen.

Der Umzug war eine Sensation. Herrlich überreich geschmückte Wägen mit großen glitzernden Aufbauten strahlten im Scheinwerferlicht und jedes „Gefährt“ (Wagen ist schon viel zu einfach) war nach einem Motto geschmückt. Da ging es um globale Themen, wie „Fluch der Karibik“ oder „Die Eisprinzessin“, „Weinkönigin“ „Afrika“…also weit und breit nichts von Politik zu sehen. Auf jedem reich geschmückten Gefährt stand eine ebenso reich geschmückte Carnevals-Königin und dem Wagen voran tanzten zum gleichen Motto verkleidete – nicht nur – junge Leute. Da ein Tanz ohne Musik doch sehr fad ist, hatte jeder Wagen riesige PA-Boxen an Bord, aus denen sich unbeschreiblich laut dröhnende Musik auf die Tänzer – und natürlich das Publikum – ergoss.

Selbstverständlich hatte jeder Wagen seine eigene Musik dabei,  sodass der geneigte Leser sich nun vermutlich gut den unbeschreiblichen Lärm, der nachts durch die Straßen von Vinaròs rollte, vorstellen kann. Auch die Firma Oropax sah in diesem Fall alt aus.

Der Umzug – oder ich muss schon sagen das Spektakel – war jedenfalls herrlich anzusehen. Wie wir dem Programm vorher entnommen hatten, hatte jeder der 30 Ortsvereine eine Königin für den Carneval gestellt. Es ging dabei offenbar nicht unbedingt um Schönheit – vielleicht wurde der eine oder andere von Vereinskollegen/innen gezwungen, diese Rolle zu übernehmen und sich in das glitzernde Kostüm zu zwängen oder es konnte sich nicht jeder so ein  teures Kostüm leisten. Unter den Majestäten war jedenfalls alles vertreten: von der 10-jährigen Schülerin über die 40-jährige Versicherungsanstellte, weiter über die 70jährige Bäckerin bis hin zum 25-jährigen KFZ Mechaniker. Ja, auch ein Mann kann eine Königin sein!

Alle tanzten sie strahlend, selbstbewusst und königlich auf ihrem Wagen und genossen die Huldigung des Publikums.

ABER, wer  auf Süßigkeiten, Bierausschank oder andere Leckereien beim Umzug spekuliert, wird enttäuscht: NADA. Da bleibt nur der anschließende Gang in eine Bar!

Hier ein paar Bilder

Die neue Sprache

Ooh das ist ein Thema:

Ohne Frage ist es wichtig und sinnvoll, auch die Sprache des Landes zu lernen, in dem ihr künftig leben wollt- auch wenn es nur vorübergehend ist. Es muss nicht alles perfekt sein, mit Grundkenntnissen lässt sich schon einiges anfangen.

Allerdings geht das oft langsamer als man denkt. Gut ist es, wenn ihr euch von zuhause aus schon sämtliche Lernmaterialien und die 150 Wörterbücher, die man eventuell brauchen könnte, besorgt habt. Denn am Zielort werdet ihr diesbezüglich vermutlich nicht fündig werden, insbesondere nicht in der Auswahl, die ihr in Deutschland habt.

Auch auf E-Learning würde ich in der Auszeit nicht unbedingt setzen, denn – erstens sitzt man dann stundenlang vor dem Computer, während draußen das schöne Wetter lockt und zweitens braucht man auch eine stabile Internetverbindung.

So ein Sprachkurs, den ihr im Vorfeld noch zuhause macht, bietet doch auch gewisse Vorteile:

Ihr könnt den Lehrer solange befragen, bis ihr es kapiert habt und schon allein bei einer der ersten Aufgaben im Lehrbuch „Sagen Sie auf Spanisch, warum Sie die Sprache lernen wollen“ könnt ihr natürlich mit: „weil ich ein Jahr Auszeit dort mache“, positives Interesse der anderen oft in sich gekehrten Teilnehmer wecken- und schon ist die Stimmung aufgelockert.

Natürlich könnt ihr auch im Selbststudium die Sprache – zumindest grob – lernen. Also ich persönlich schwöre ja auf das schön kleine und dünne Sprachkurs-Buch von Hueber „In 20 Tagen Spanisch“ mit CD. Ich hab es zwar nicht in den 20 angekündigten Tagen geschafft – leider habe ich trotz vorherigem Sprachkurs ein ganzes Jahr dafür gebraucht, aber ich finde es echt gut. Mit diesen Grundkenntnissen kann man sich schon verständlich machen und das Buch lässt sich gut in jede Tasche quetschen, oder man trägt es bei Wanderungen einfach in der Hand und lernt nebenbei.

Für eine – wenn auch holprige -Unterhaltung ist natürlich Voraussetzung, dass der Ansprechpartner euch verstehen will!!!! Jaaaa – das ist natürlich insbesondere in Spanien/Katalonien ein großes Thema. Denn dort könnt Ihr mit euren mühsam erworbenen hochspanischen Brocken nicht sonderlich punkten.

Dort hat das Katalanische das Hochspanische (Castellano) abgelöst. D. h. die Katalanen pflegen tatsächlich eine eigene Sprache (die sie auf keinen Fall als Dialekt bezeichnet haben wollen). Ganz extrem kann man das auf Mallorca empfinden. Dort gibt es kein Straßenschild oder Amtsformular, das nicht auf Katalanisch wäre. Zusätzlich sprechen die Bewohner dieser idyllischen Insel auch noch ihren ganz ureigenen Dialekt – nämlich Mallorqui(n), ein Riesenthema.

Aber wir sind ja hier an der Costa del Azahar, die sich im Gebiet Valencia befindet, das direkt an Katalonien angrenzt. Da ist es schon besser. Die Einheimischen sprechen zwar den Dialekt Valencian (der stark an Katalanisch erinnert), jedoch auch Hochspanisch (Castellano) und die Schilder in den Supermärkten sind – anders als in Katalonien – für Ausländer wie mich verständlich auf Hochspanisch beschriftet, was in der Obst- und Gemüseabteilung der Märkte, in denen man seine Ware noch nach Eingabe einer Kennziffer selbst wiegt, ein ganz wichtiger Punkt ist.

Deutsch oder Englisch sprechende Spanier findet man aber insgesamt eher selten. Hier an der Costa del Azahar sprechen viele etwas Französisch und ein kleiner Bruchteil von Verkäufern oder Kellnern kann auch ein bisschen Englisch.

Verlasst euch also auf keinen Fall drauf, dass an eurem Zielort – speziell spreche ich für Spanien – Deutsch oder Englisch gesprochen wird. Das könnt ihr knicken – übrigens gilt das auch für Mallorca!

Also, wer sein Sabbatical – oder auch selbstfinanzierte Auszeit – hier in der Region Valencia verbringen möchte, lernt am besten etwas Hochspanisch. Da heißt die Erdbeere dann wie es sich gehört „fresa“ und nicht, wie in Katalonien „maduixa“.

Costa del Azahar – Geographisches

CdA

Dieser Küstenabschnitt Ostspaniens hat seinen maurisch klingenden Namen von den unzähligen Orangenhainen, die sowohl an der Küste, aber hauptsächlich im Landesinneren zur Blütezeit im Frühjahr einen betörenden Duft verströmen. Zwischen der Costa Daurada und der Costa Blanca gelegen, bietet dieses sonnendurchflutete Fleckchen Erde jedenfalls alles, was das Herz eines Urlaubshungrigen begehrt:

Herrliche saubere Buchten, in denen die vom Wasser rund gewaschenen Steine um die Wette funkeln, auch viele Sandstrände, Meeresfrüchte satt, Fischerhäfen, schöne kleine Orte, wie Peñiscola, wunderschöne bergige Landschaft im Hinterland, Naturschutzgebiete mit ausgewiesenen Wanderwegen, urige Dörfer und das alles bei wenig Tourismus.

Obwohl auch Valencia als beliebtes Kurzurlaubsziel an dieser Küste liegt, ist die Costa del Azahar relativ unbekannt bei uns Deutschen. Franzosen sind hier eher anzutreffen.

Ehrlich gesagt habe ich keine definitive Aussage gefunden, von wo bis wo nun wirklich die Costa del Azahar geht, aber meiner Recherche nach beginnt sie in Vinaròs, direkt an der Grenze zu Katalonien, (etwa 200 km südlich von Barcelona) und erstreckt sich in den Süden bis nach Oliva, das ca. 50 km südlich von Valencia liegt.

So nun haben wir doch immerhin das Geographische geklärt.

Auf meinem Blog gehe ich eher auf den nördlichen Küstenabschnitt ein, südlicher als Valencia bin ich bisher leider nicht gekommen.

Selbstverständlich gibt es auch Bilder oder Berichte von anderen Orten und Städten hier in der Umgebung, sei es Barcelona, Tarragona, Tortosa oder das Ebro Delta, die in Katalonien liegen. Ach ja – das „Bundesland“, wie wir in Deutschland sagen, von dem ich hauptsächlich berichte ist das Land Valencia. Hier sprechen die Einheimischen Valencianisch, das ist dem Katalanischen sehr ähnlich ist, jedoch ist die Hauptsprache Hochspanisch.