T – Trinkgeld – Spanier sind wenig trinkgeld-gebefreudig!

Der Barmann unseres Vertrauens in Vinaròs hat uns erklärt, dass teils die Crisis daran schuld sei, dass die Kunden weniger Trinkgeld (auf span. Propina) gäben, aber eigentlich die Spanier schon immer geizig seien. Sie hielten ihr Geld zusammen und würden  sich meistens auf Heller und Pfennig rausgeben lassen.

Da frage ich mich doch, wie sich so viele Reiseführer, die ich schon über spanische Regionen gelesen habe, irren können. Immer heißt es da, dass mindestens 10 % Trinkgeld auf dem Teller zurückgelassen werden SOLLTE, das wäre NORMAL.

Nö normal ist das also nicht.
Joan, der Barmann erklärte uns, dass Spanier also kaum Trinkgeld da lassen, Franzosen wären nicht ganz so knausrig, Deutsche hingegen würden jedoch meistens Trinkgeld geben.

Vielleicht wäre es der spanischen Wirtschaft dienlich, wenn auch die spanischen und französischen Reiseführer künftig diese 10%-Trinkgeld-Passage mit in ihren Text aufnehmen würden. Denn mit der Handvoll Deutschen, die an der Costa del Azahar Urlaub machen, wird die Wirtschaft vermutlich nicht angekurbelt.

Bar Barbiguera in der Zona Barbiguera in Vinaròs
Bar Barbiguera in der Zona Barbiguera in Vinaròs

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15 Gedanken zu „T – Trinkgeld – Spanier sind wenig trinkgeld-gebefreudig!“

  1. Ich lebe seit einigen Jahren in Vinaros. Bei Trinkgeld sind die Spanier nicht geizg, es ist einfach nicht üblich. Wenn überhaupt, so wird um einige Cent aufgerundet.

    Mir sagen hier die Spanier, dass wir Deutsche die Spanier mit unseren Tringeldern verderben. Oft knöpft man uns sogara andere Preise ab. Auch bei Tierärzten usw.

    Letzt wollte ich einem Handwerker, der hier etwas reparierte, ein Trinkgeld in die Hand drücken. Er war ganz entsetzt. Es sei doch seine Arbeit. Seither biete ich keinem Handwerker oder Boten Geld an.

    1. Oh das ist schön, wieder einmal von einer „Vinaròserin“ zu lesen, obwohl ich schon lange nichts mehr gepostet habe! Stimmt schon, „geizig“ ist nicht das richtige Wort – einfach als weniger gebefreundlich wurden mir spanische Barbesucher (aber schon Touristen) beschrieben. Wie du sagst: – es ist einfach nicht üblich. Leider kann ich mich nicht richtig in die spanische Menthalität hineinversetzen, insofern greife ich auf das zurück, was mir – in diesem Fall Joan (von der Bar Trocet de Cel) – mit Händen und Füßen versucht hat, zu verklickern.
      Das mit dem Handwerker kann ich mir gut vorstellen, uns ging es ähnlich mit einem sehr zuverlässigen Handwerker, der unsere Waschmaschine in Null komma nix repariert hatte. Da kommt man sich doch ein bisserl „protzig“ vor, wenn man dann mit seinem Schein in der Hand da steht…
      Tja – und die etwas höheren Preise für die Deutschen glaubte ich auch bei dem einen oder anderen Bäcker gespürt zu haben.

      Ich persönlich empfinde das Trinkgeld-Geben eigentlich ein wenig lästig. Gibt man keines, kann man in den folgenden Stunden an nichts anderes denken, als dass man den armen Barbesitzer in den Ruin treibt und seine Freundlichkeit nicht mal honoriert hat; Gibt man Trinkgeld (womöglich zu viel) denkt man, dass man für das Geld auch mehr hätte bekommen können.
      Vielleicht wäre ich dann doch lieber Spanier!!!
      Einen herrlichen Sommer in Vinaròs und herzliche Grüße aus der Oberpfalz (wo es natürlich auch schon ist…)
      Sonja

      1. Hy,mische mich hier mal so einfach ein: Ich war auch für 2 Jahre in Vinaros und komme jedes Jahr zum Urlaub zurück.Ich sag mal so :Jeder Kellner der Trinkgeld bekommt freut sich riesig ,wir wissen doch alle das die Löhne nicht gut sind ! Bei den Handwerkern gilt es schon fast als Beleidigung.Da sollte mann-Frau-lieber fragen ob er Kaffee oder Wasser möchte, das ist Anerkennung und gehört sich. Hier in Deutschl. mach ich es auch so.Es kommt gut an.

        1. Wie schön – noch ein Vinaròs-Fan! Also die Idee, dem Handwerker statt Geld etwas zu Trinken anzubieten ist natürlich prima! Grade in Spanien, wo doch alle so auf „un café“ stehen! Stimmt schon: in Spanien freut sich jeder Kellner auch über das kleinste Trinkgeld (naja vielleicht nicht unbedingt in den Touristengebieten). Schon diese Tatsache allein beflügelt einen dann ja, ihm mit etwas mehr eine noch größere Freude zu machen!

        2. Das ist doch wohl logisch, dass man fragt, ob die was trinken möchten.

          Lediglich alkoholische Getränke gebe ich nicht aus. Auch deswegen, weil ich keine im Haus habe.
          Saludos aus der Sonne, Rosa

          1. Oh ja, du hast schon recht! Wenn der Handwerker bei jedem Einsatz einen vino kippen würde, würde er vermutlich den Nachmittag nicht mehr erleben…
            Ganz herzliche Grüße aus der Oberpfalz nach Vinaròs!
            Sonja

      2. He Sonja,

        habe deine Zeilen erst jetzt gelesen. Im Augenblick ist hier die Hölle los, es carneval! Und ich wohne mittendrin.

        Ich liebe mein Vinaros, da ist immer was los. Ausserdem angenehm klein und nicht zu touristisch.

        Saludos, Rosa

        1. Hallo Rosa, oh ja – das ist schon unglaublich toll, dass es so wenige Touristen in Vinaròs gibt. Der ultimative Geheimtipp! Ich hoffe du hast den bunten und lauten Carneval gut überstanden!
          Saludos Sonja

          1. Hola Rosa, unser Kontakt per facebook klappt wohl nicht so gut. Vielleicht liest du das ja, dann schick mir doch bitte eine Freundschaftsanfrage. Sonst wird das nie was. (Sonja Höflich, Saxofonista)
            Saludos Sonja

  2. Hola Sonja,

    habe dir gerade über FB eine Freundschaftsanfrage gesendet.
    Kann sein, dass ich dich bei FB weggeklickt hatte. Ich möchte meinen Freundeskreis dort mgl. klein und überschaubar halten.

    Saludos aus der Sonne, Rosa

    1. Hola Rosa,
      wunderbar – diesmal hat es geklappt, wir sind verfacebooked! Da ist es einfacher zu kommunizieren.
      Oh die sonnigen Grüße kann ich gut brauchen!
      Bis gleich auf FB!
      Saludos nach Vinaròs!
      Sonja

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