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Bar La Playa in Vinaròs

Also, wer nach Vinaròs kommt, eventuell um hier Urlaub zu machen oder tatsächlich eine Auszeit (zu der ich Sie beglückwünschen würde!!), MUSS natürlich in die Bar La Playa – direkt am Paseo gehen.

Joan Gomez und seine Frau Marta führen diese Bar erst seit Anfang 2014 und legen sich so richtig ins Zeug. Innovation wird großgeschrieben – bei Tapas, Bocadillos oder Montaditos (kleine Häppchen) lassen sie sich immer etwas einfallen.

Momentan schenken Sie Estrella Galicia vom Fass aus, ebenso wie das Belgische Bier Chouffe (ist etwas stärker und sehr lecker!).

Die beiden sind mir sehr ans Herz gewachsen (nicht die Biersorten, sondern Marta und Joan); haben sie mir doch immer mit einer Engelsgeduld die neue Speisen und Getränke auf der Karte erklärt und auch probieren lassen – oft habe ich sogar ein Rezept bekommen!!!!

Wie wohl jeder weiß, ist es in Spanien gerade nicht so einfach- wirtschaftlich gesehen -, das spüren Restaurant- oder Barbesitzer natürlich sehr.

Nicht nur Einheimische müssen ihr Geld zusammenhalten, auch Touristen – speziell Franzosen und Spanier sind eher zurückhaltend beim Urlauben. Aber uns Deutschen geht’s ja gut, wir können so richtig zulangen und die ganze Karte rauf und runter probieren.

Selbstverständlich werde ich hier einige der „Geheimrezepte“ von Marta und Joan veröffentlichen – top secret natürlich!

Valencia – mediterran und avantgardistisch

Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung von der Einzigartigkeit dieser Stadt, als wir zum ersten Mal mit dem 7:20 Uhr-Zug von Vinaròs aus pünktlich um 9:07 Uhr am Hauptbahnhof del Norte in Valencia ankamen. Wir wollten uns einfach ein wenig umsehen, uns treiben lassen – natürlich nicht ohne Straßenkarte in der Tasche. Hier möchte ich schon gleich einen Tipp loswerden: Besorgen Sie sich unbedingt von einer Tourist-Information in Valencia eine Straßenkarte. Die ist genauer als andere, die Sie in Buchhandlungen kaufen können, denn die Straßennamen sind auf Valencianisch und auf den gekauften Karten stehen die spanischen Namen. Es ist ein wenig mühsam sich durch die Straßen zu kombinieren – besonders, wenn man keinen Orientierungssinn hat.

Valencia ist ursprünglich auf einer Insel entstanden, die von einem Arm des Flusses Turia umgeben war. Dieser Fluss musste nach einer Hochwasserkatastrophe im Jahr 1957 aus der Stadt hinausgeleitet werden und das nun leere Flussbett wurde im Laufe der folgenden Jahre immer mehr begrünt, sodass sich heute ein wirklich herrlicher riesiger – etwa 9 km langer Garten im Bogen durch Valencia zieht. Diesen Grünstreifen erkennen Sie auf Ihrer Straßenkarte natürlich sofort. Hoffentlich sind Sie gut zu Fuß, denn diesen Park sollten Sie ansteuern, wenn Sie etwas fürs Auge geboten haben wollen. Die Wege im breit angelegten Park sind sehr gut ausgebaut, hier können Sie laufen und laufen und laufen und können sich nicht verlaufen. Halten Sie den Foto bereit – es grünt und blüht überall – insbesondere im Mai werden Sie sich wünschen, auch den Duft der Orangenblüte fotografieren und mit nach Hause nehmen zu können.

Also, wenn die Füße noch nicht glühen, folgen Sie dem Park Richtung Süden, denn dort – am Ende – befindet sich die Stadt der Künste und Wissenschaften „La Ciudad de las Artes y las Ciencias“. Ich war überhaupt nicht auf den Anblick vorbereitet, der sich uns – nachdem wir den Palau de la Musica passiert hatten und den schon beeindruckend fanden – bot:

Strahlend weiße, außerirdisch anmutende Bauten – umgeben von türkis-klarem Wasser auf das die Sonne herunter scheint. Ich bin zwar schon viel herumgekommen, aber dieser Anblick hat wirklich großen Eindruck auf mich gemacht.

Ich habe mir sagen lassen, dass Blogeinträge nicht zu lange sein dürfen, da der geneigte Leser sonst ermüden könnte. Deshalb erst mal ein paar Bilder hier – weitere Artikel zu Valencia folgen natürlich!

Vinaròs – für ein Jahr meine Heimat

Jetzt schreibe ich schon so lange hier über mein Auszeitjahr und habe noch gar nichts über das Städtchen Vinaròs erzählt, das sich 12 km an der Küste des Landes Valencia entlang erstreckt. Versteckte Buchten und weitläufige Strände, wunderschön klares Wasser und eine herrliche Landschaft sind optimale Voraussetzungen für eine Auszeit. Ja, tatsächlich sind es 25 Buchten!!! , die man erkunden kann. Strandbuden oder so etwas gibt es allerdings nur direkt im Stadtzentrum und das auch nur in der Hauptsaison. Ansonsten ist an den Buchten maximal eine Dusche und ein Abfalleimer – und das auch nur während der Hauptsaison – zu finden. Also unbedingt ein paar Tapas einpacken!

Traumstrand in Vinaròs
Strand mit Dusche in der Zona Barbiguera Vinaròs

Der Stadtkern von Vinaròs selbst ist hübsch hergerichtet, es gibt Kleidungsgeschäfte, Friseure, Metzger, Bäcker, eine große Markthalle, Drogerie, Post, Schreibwarenläden – einfach alles, was man sonst auch so ein einer Stadt findet und was man braucht. Ein großes trockenes Flussbett zieht sich vom Landesinneren, von den Bergen zum Meer, in dem im Frühjahr und Sommer Rosmarin und Oleander blühen. Oft sieht man hier Schafherden weiden. Zwei modern gestaltete Brücken hat Vinaròs auch – also die haben sich schon Mühe gegeben, dass alles hübsch aussieht.

IMGP2166_seelenbaumlerin Oleander im Flussbett
Oleander, Stein und Rosmarin – mehr brauchen die Schafe wohl nicht…

 

Der Hammer ist natürlich die Strandpromenade. Palmen und rote Stahl-Elemente, Steinsessel und heller Boden strahlen mit dem Himmel und dem blauen Meer um die Wette. Also ich war bestimmt über 200 mal direkt in der Stadt und der Anblick hat mich immer wieder umgehauen.

IMGP2353_seelenbaumler Strandpromenade Vinaròs IMGP3840_seelenbaumlerin Stranspromenade

Vinaròs liegt zwischen Valencia (das ca. 140 km entfernt im Süden liegt) und Barcelona (das sich 207 km nördlich befindet) im Norden der Provinz Castellon. Mit der Bahn kann man vom Bahnhof Vinaròs direkt z. B. in diese beiden Metropolen fahren. Der Preis ist übrigens auch ganz ok. Für Vinaròs nach Valencia und zurück kostet es für 2 Personen ca. 42 Euro. Die Strecke Vinaròs – Barcelona und zurück ist mit 60 Euro für zwei etwas teurer. Die Buchung kann man übrigens ganz leicht online über www.renfe.com (die spanische Bahn) machen.

Aber zurück zu Vinaròs: Das Städtchen hat wohl zwischen 30 und 40.000 Einwohner und ist mit Apartments und Ferienhäusern mehr als gut gerüstet für einen Touristen-Andrang.

Allerdings kommen nicht allzuviele Touristen nach Vinaròs. Früher scheint es anders gewesen zu sein, erzählte jedenfalls unser Nachbar. In der Hauptsaison – also Juli/August sieht man zwar schon viel mehr Menschen an den Stränden und in der Stadt, hauptsächlich handelt es sich hier um Franzosen und Spanier, aber ganz viele Buchten sind trotz Hauptsaison leer, da findet man jederzeit ein stilles Plätzchen.

Das Hinterland – gar nicht so weit entfernt ist sehr bergig. Wem das Meer nicht so gefällt, hat hier zahlreiche Möglichkeiten zu wandern und sich umzusehen. Also mit Wanderwegen haben sie es auch in dieser Region nicht ganz so, aber es gibt schon ein paar ausgewiesene Wanderwege. Am besten in einer Touristinformation danach fragen.

Eine Wahnsinns Natur
Naturgebiet Benifassa westlichen von Vinaròs in den Bergen

Oh – fast hätte ich die Orangenplantagen vergessen! Laufen Sie von Vinaròs aus Richtung der Straße N340 – überqueren Sie diese und schon stehen sie mittendrinnen, im Orangenmeer. Richtig, richtig super und ganz nah!

Eigentlich ist das Wahrzeichen von Vinaròs die Garnele. Die Langostinos von Vinaròs sind einzigartig zart und auf alle Fälle probierenswert. Für mich persönlich jedoch ist das Wahrzeichen von Vinaròs die Bar La Playa, in der wir so nett aufgenommen wurden, dass wir uns tatsächlich wie zuhause fühlten. Vielen Dank Marta und Joan.

zweite Heimat im Auszeitjahr
Bar La Playa an der Strandpromenade in Vinaròs
Joan --Barbesitzer der La Playa, Vinaròs
Barbesitzer der Bar La Playa in Vinaros – Joan mit den besten Canas der Welt

 

Wie Sie Kontakt mit Einheimischen aufnehmen

Falls Sie die Sprache beherrschen, ist der Supermarkt, irgendein Geschäft oder eine Bar eine wunderbare Möglichkeit hierfür.

 Frauen gehen einfach shoppen:

Interessanterweise sind viele Spanierinnen, wenn sie beim Einkaufen sind oder an der Kasse anstehen unglaublich kommunikativ. Sie sprechen mit der Kassiererin und in das Gespräch wird der darauffolgende Kunde ebenfalls meistens mit einbezogen. So entsteht eine lebhafte Diskussion über irgendwelche Punktekarten oder Rabatte oder Nachlässe auf mangelhafte Ware oder übers Wetter oder sonst was. Verlässt die eine Kundin den Markt, kann die darauffolgende das Gespräch durchaus weiterführen – wenn sie es vorher verstanden hat. Manchmal diskutiert sogar eine ganze Reihe Wartender miteinander. Dieses Phänomen konnte ich schon in großen Kleidungsgeschäften beobachten. Vielleicht liegt es daran, dass Spanier ganz unglaublich geduldige Warter sind. Deshalb sind sie einfach entspannt, wenn sie anstehen, weil sie eh nichts an der Situation ändern können und machen es sich so bequem wie möglich.

Die Kassiererin nimmt sich meistens auch Zeit für ein Pläuschchen – kein Problem.

In der Post z. B. sind die Angestellten für mein Dafürhalten besonders empfänglich für Pläuschchen. Für den Kunden, der gerade an der Reihe ist, ist das natürlich sehr angenehm und persönlich. Für die Wartenden, die bereits Wurzeln geschlagen haben, weniger. Aber für Bequemlichkeit wurde nun gesorgt: nun ziert den Wartebereich der Post eine einfache Bank, auf der man nun chillen kann, bevor man drankommt.

Also: wenn Sie sich trauen, können Sie beim Schlangestehen ohne Probleme mit  Smalltalk Ihre Sprachkenntnisse prüfen.

Für Kontaktaufnahme unter Männern ist eine Bar erste Wahl:

Ja, laut sämtlicher Reiseführer und auch früherer Erfahrungen sollte die Kontaktaufnahme dort ganz einfach sein, wenn Mann sich mit Fußball etwas auskennt.

Spanier seien fußballfanatisch hieß es ständig. Das einzige Thema in Bars sei der Fußball. Mir persönlich scheint, dass sich das gewandelt hat. Zwar sind tatsächlich hauptsächlich Männer in oft sehr einheimisch wirkenden Bars anzutreffen, aber in etwas moderneren Bars oder Cafes sitzen natürlich auch Frauen. Aber wir sind ja gerade bei den Männern.

Eigentlich – soweit ich das mitbekomme – drehen sich die Gespräche dort jedoch kaum um Fußball (jedenfalls nicht in unserer Stammbar). Das Wetter, wie die Fische gebissen haben, was in der Lotterie zu gewinnen ist oder welche Korruption nun wieder die spanische Wirtschaft erschüttert, sind offenbar doch interessantere Themen als Fußball. Könnte natürlich auch an der hoffentlich schon bald vergessenen Niederlage der spanischen Nationalmannschaft im schwärzesten Jahr ihrer Geschichte – 2014 – liegen.

Also wenn Mann in die Bar hineingeht und sich an den Tresen setzt oder stellt, kommt Mann – auch ohne das Thema Fußball – mit Sicherheit ins Gespräch, wenn er will.

Andere anwesende spanische Thekenbesucher beziehen den Neuen oder auch Ausländer gerne mit in das Gespräch ein – auch wenn dieser der Sprache nicht so mächtig ist. Das scheint dem Spanier sogar erst Recht Herausforderung zu sein. Er spricht dann eindeutig lauter und deutlicher, wenn auch nicht deutscher. Dazu rückt er einem meist dicht auf die Pelle, damit der Fremde auch die lebendige Mimik seines Gesichtes, die die Worte unterstreichen soll, deuten kann – häufig ist auch die Getränkekarte zu riechen.

Noch klarer wird die Aussage des Einheimischen natürlich durch wildes Gestikulieren, das die Mittelmeerbewohner ja schon in die Wiege gelegt bekommen. Insgesamt ist diese Art der Kontaktaufnahme die lebhafteste und natürlich auch anstrengendste, aber interessanteste.

 

Feliz Navidad

Ganz anders als wir die hektische Weihnachtszeit in Deutschland erleben, machen die Spanier in der Adventszeit einfach ihr Ding weiter. Der Advent hat wohl keine große Bedeutung, insofern gabs hier in Vinaròs auch keinen großartigen Weihnachtsmarkt mit Glühwein und dem ganzen Drum und Dran. Gut, bei Sonnenschein könnte einem der Glühwein schon ganz schön in die Birne gehen…

Jedoch waren Anfang Dezember für 3 Tage durchaus ein paar Buden auf dem Rathausplatz aufgebaut, die zwar spartanisch, aber doch ein wenig geschmückt waren. Seltsam fand ich, dass die Buden allesamt Geschäfte aus der Markthalle Vinaròs waren, die nun im Freien ihr ganz normales Sortiment angeboten haben. Also keine Weihnachtsbesonderheiten oder so etwas. Also vielleicht ist das ein wenig typisch spanisch: Einen mords-Aufriss um eine Sache machen, die selbst eigentlich kaum Bedeutung hat.

Dazu hat es dann gepasst, dass am Abend der Eröffnung des „Marktes“ eine Trommelgruppe mit afrikanischem Tanz lautstark durch die Straßen gezogen ist. Die sind echt der Hit! Diese Gruppe habe ich im Laufe des Jahres schon öfter gesehen, insofern war ich nicht mehr soo überrascht. Es ist schon eine ganz andere – oft viel einfachere – Welt hier. Da muss man sich erst mal dran gewöhnen.

Ich habe mich an das Einfache gewöhnt und mir hat’s gut gefallen. Seit zwei Tagen versuche ich nun ein Video davon hochzuladen, leider klappt das aber nicht, sodass sich der geneigte Leser mit den Bildern hier begnügen muss.

Fröhliche Feiertage! Hier in Spanien war übrigens nur am 25.12. Feiertag. Sowohl am 24.12. hatten die Geschäfte bis 20:00 Uhr geöffnet und am 26.12. geht sowieso alles wieder normal weiter.

 

Wochenmarkt Vinaròs und die Story von der einärmeligen Bluse

Einmal in der Woche (donnerstags) ist „Wochenmarkt“ in Vinaròs. Die eifrige Hausfrau wird hier jedoch – außer einem einzigen großen Olivenstand – weder Obst noch Gemüse oder andere Lebensmittel finden. Auf diesem Wochenmarkt gibt es Kleidung, Haushaltswaren, Schuhe, Bettwäsche, Taschen, Gürtel, Schals, Brillen, Geldbörsen – und was frau/man sonst so brauchen kann.

Für Schnäppchenjäger ein Paradies: Billig, billig, billig Kleidung, Schals für 1,00 Euro, Westen für 3 Euro, Hosen für 5 Euro – vermutlich gefertigt in China – lockt Einheimische und Touristen an. Wenn einem die Qualität gut genug ist – prima!! Das muss jeder für sich entscheiden.

Die Haushaltsartikel sehen für mich alle sehr solide aus – eben auch das, was man sonst in Geschäften zu kaufen bekommt

Viele Einheimischen kaufen hier ein, besonders Schuhe, Unterwäsche und Bettzeug. Man sieht sie große vollbepackte Tüten nach Hause schleppen. Ich schlendere gerne durch die provisorischen Stände, die die Händler vermutlich Tag für Tag neu auf- und abbauen. Das Angenehme hier ist, dass die Händler nicht versuchen einen irgendwie marktschreierisch zum Kauf seiner Ware zu animieren – alles geht sehr ruhig und zivilisiert zu. Im Übrigen haben die Waren alle feste Preise (auch wenn das meiste nicht ausgezeichnet ist). Handeln ist hier nicht üblich.

Ja, da hatte ich noch ein Erlebnis der besonderen Art:
An einem dieser Stände hatte es mir eine grüne Folklore-Bluse angetan. Sie hing mit andersfarbigen Blusen in einer Reihe. Mein Mann trippelte schon ungeduldig vor dem Stand herum, aber ich wollte dieses Teil noch genauer beäugen. Fast hätte ich sie einfach so gekauft, ohne sie anzuprobieren. Aber der Händler bedeutete mir, sie doch kurz überzuziehen – also über mein T-Shirt. Naja, war ja kein Werk. Ich also in die Bluse hineingeschlüpft und da merkte ich erst, dass ein Ärmel lang war und der andere Ärmel nur bis knapp über den Oberarm reichte. Verdutzt präsentierte ich mich meinem Mann und auch dem Verkäufer – fragte ihn, ob das jetzt Mode sei. Der strahlte über seine beiden schwarzen Backen und sagte „si guapa! bonita!“, und wies großzügig darauf hin, dass das Teil nur 10 Euro koste. Ich hab gedacht, der verarscht mich. Ich machte mir noch einen Spaß draus und tanzte mit der eineinhalb-Ärmel-Bluse durch den Stand und rief „bonita, bonita!“ während ich vorüberschlendernden Passanten die schräge Bluse präsentierte. Der Händler des Nachbarstandes schlug sich auf die Schenkel und lachte sich angesichts der deformierten Bluse einen Ast, aber der eigentliche Verkäufer konnte nicht verstehen, dass ich dieses schöne Kleidungsstück ausgezogen habe und doch nicht gekauft habe. Vielleicht hätte ich es tun sollen – so ein Unikat bekommt man nicht jeden Tag!

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P1060435_Seelenbaumlerin Wochenmarkt Vinaròs

Impressionen vom 3tägigen „Adventsmarkt“ in Vinaròs

 Käsemann unseres Vertrauens
Der Käsemann unseres Vertrauens Sehr schmucklose Stände – ganz anders als die vor Lichterglanz überladenen Stände in Deutschland im Advent

Unser Nachbar ist der Beste

…denn er spricht nicht nur deutsch, sondern versorgt uns ab und zu auch noch mit der Ernte seines offenbar sehr großen und reichhaltigen Gartens.

Leider können wir den Garten von außen nicht einsehen – die hier üblichen hohen Mauern schützen alles was Spanier zu verlieren hat, auch vor neugierigen Blicken.

Aber, da wir uns schon durch ein beachtliches Sortiment von Nachbars Garten futtern durften, vermuten wir, dass sein zu bewirtschaftendes Areal wohl ziemlich groß ist.

Zu Mangold, Zwiebeln, Artischocken, Zitronen, Blumenkohl, Fenchel sogar Eier und Grapefruit, um nur einiges zu nennen, kam heute  ein großer Trog voll mit Mandarinen und Orangen hinzu.

Wir haben nur gestaunt, ob der Menge. Wie er uns – etwas besorgt dreinschauend – sagte, handelt es sich jedoch „NUR“ um Fallobst. Der Sturm der letzten Tage, der uns im Übrigen daran hat zweifeln lassen, ob es so erstrebenswert ist, auch diese kalte Jahreszeit in Spanien zu verbringen, hatte uns einen unverhofften Vitamin-C-Schub beschafft.

Sehr interessant finde ich, dass, trotz dass die Früchte ziemlich weich sind – hauptsächlich die Mandarinen – sie unglaublich köstlich schmecken. Im Supermarkt würde ich nie zu solchen unansehnlichen, teils schrumpeligen Exemplaren greifen.

Wieder was gelernt. Auf die inneren Werte kommt es an!

P.S. Für all diejenigen, die sich nun in ihre Wollpullis kuscheln, wenn sie an den kalten Sturm denken, der über die Costa del Azahar fegt, möchte ich hinzufügen, dass wir heute, am 11. Dezember wieder herrlichen Sonnenschein haben und für die nächsten Tage Temperaturen um die 18 Grad vorhergesagt werden.

Vamos a la playa!